Erfahrungsberichte
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Erfahrungsberichte
Australien
Weltjugendtag 2008 in Sydney - ein internationales Erlebnis
Ein Erfahrungsbericht von Natascha Buresch 1. Die Ankunft Müde steige ich aus dem Flugzeug, meine Beine schmerzen und ich frage mich nicht zum ersten Mal, ob es die richtige Entscheidung war hierhin zu reisen- Nach Australien, ans andere Ende der Welt, um Kirchenlieder zu singen und mit anderen die Messe zu feiern. Die Reise dauerte fast zwei Tage, wenn man zu den 20 Stunden Flugdauer noch die Zeitverschiebung und den Zwischenstopp in Hongkong rechnet. Dabei bin ich alles andere als die perfekte Christin.
Ich gehe nur selten in die Sonntagsmesse, war nie Messdienerin und stehe vielen Positionen der Kirche eher kritisch gegenüber. Aber dennoch - als mich mein bester Freund David fragte, ob ich nicht Lust hätte 3 Wochen in Down Under zu verbringen, war ich sofort Feuer und Flamme. Mit diesem weit entfernten Kontinent verbinde ich atemberaubende Landschaften, exotische Tiere, pulsierende Metropolen und geheimnisvolle Kulturen- und dafür lohnt sich die Reise sicherlich. Jetzt stehe ich hier, warte auf mein Gepäck- einen riesigen Rucksack, mit dem ich zur Not auch mal ein Stück wandern kann- und höre den Anweisungen unseres Reiseleiters zu. Zuerst werden wir eine Woche in Sydney verbringen, um dort wie geplant am Weltjugendtag teilzunehmen.
Übernachten werden wir in Turnhallen und Schulen, deshalb hat jeder auch einen Schlafsack und Isomatten mit. Voraussichtlich werden wir sogar eine Nacht im Freien verbringen, obwohl ich diesem Erlebnis eher skeptisch gegenüberstehe. Schließlich ist hier in Australien im Juli gerade Winter und aus Platzgründen habe ich beim Packen auf eine Extradecke verzichtet. Ich lausche weiter den Ausführungen des Kaplans.
Nach der Woche in Sydney werden wir die Ostküste herauffahren, eine Woche im Regenwald campen, einen Zwischenstopp in Brisbane einlegen und schließlich noch ein paar Tage im australischen Outback auf einer Farm verbringen.
Auf diesen Teil der Reise freue ich mich zugegebenermaßen am meisten. Und als wir alle zusammen den Flughafen verlassen und in den bereitstehenden Bus einsteigen, durchstreife ich in Gedanken schon die Weiten Australiens und entdecke dieses wunderschöne Land.
Ein weißer Kakadu reißt mich aus meinen Träumen, als das Tier knapp an uns vorbeifliegt, schließlich auf einer Palme landet und sich das Gefieder putzt. Fängt doch schon gut an, denke ich mir und bin mir auf einmal sicher: Es war die richtige Entscheidung hierher zu kommen. Australien- ich komme!
Natascha B.
Studium in Australien
Wer träumt nicht davon sein Studium in einem atemberaubenden Land wie Asutralien abzuschliessen? Das Meer vielleicht sogar direkt vor der Haustür und die Partymeile nur ein paar Minutenn entfernt.
Das klingt traumhaft aber wer kann sich die hiesigen Studiengebühren leisten?
Für normalverdienende Familien ist das ausgeschlossen.Vor allem in den kleineren Ortschaften fühlen sich die Jugendlichen vernachlässigt oder gar vergessen.Sie haben die Bildung und auch den Willen aber nicht die finanziellen Mittel um eine Universität zu besuchen.Stattdessen werfen sie ihr Wissen über Bord und gehen direkt ins Berufsleben und verpassen eine riesen Chance.
Maximilian K.
Queenstown
Von majestätischen Bergen umgeben, an den Ufern des kristallklaren Wakatipu-Sees, liegt Queenstown, die Hauptstadt des Southern-Lakes-Distrikts auf der Südinsel Neuseelands. Der Ort mit ca. 10.000 Einwohnern ist ein Paradies für alle, die Aktivitäten in der Natur lieben.
Die Stadt ist zwar als Ski-Resort bekannt, doch bietet sie das ganze Jahr über Betätigungsmöglichkeiten in Hülle und Fülle, vom Wandern und Mountainbiken bis hin zu Ski-, Snowboard- und Schlittenfahren. Das Zentrum der Stadt ist relativ überschaubar, mit kleinen Lokalen und Galerien. Umso "riesiger" ist die umgebende Natur, die für eine atemberaubende Szenerie sorgt.
Dank des angenehmen Klimas ist die Region auch ein attraktives Weinbaugebiet. Von Bob's Peak aus hat man einen schönen Blick auf die Stadt und den See und kann den Gleitschirmfliegern zuschauen. Ganz in der Nähe befindet sich der Mt. Aspiring National Park, ein Mekka für Wanderer und Fans von Flora und Fauna.
Einen Abstecher wert ist auch Arrowtown, eine historischen Stadt, nur 15 Minuten von Queenstown entfernt. Übrigens: Auch Deer Park Heights, einer der Drehorte der "Herr der Ringe"-Trilogie, liegt ganz in der Nähe.
Uwe A.
Beach Carnival
Die Tage werden kürzer und die Fliegen weniger und langsamer. Es ist Herbst in Australien. Der erste Schulabschnitt endete für meinen fünfjährigen Sohn mit einem Beach Carnival am 1.April. Alle 250 Grundschulkinder liefen gekleidet in ihren Teamfarben rot, gelb, grün oder blau früh um 9 Uhr hinunter zum Strand. Was für eine lustige, frohe, bunte Menschenkette in Port Noarlunga, einem kleinen Badeort südlich von Adelaide!
Die Aufregung unter den Kindern war groß. Ältere Jahrgänge färbten sich sich sogar teamentsprechend die Haare. Mein Sohn Morris vertrat die rote Gruppe, die der Schwertfische. Delphine, Rochen und Haie nannten sich die anderen Mannschaften. Zunächst wurden selbstgebackene Muffins gegessen.
Danach lief alles durchorganisiert wie bei einem richtigen, deutschen Sportfest. Zwölf Spielstationen waren entlang des Strandes aufgebaut, darunter Wassereimer um die Wette schleppen, Bälle aus den Wellen fischen und Sand schaufeln. Mit einem Nebelhornsignal wurden die Stationen eifrig gewechselt.
Unzählige Eltern und Großeltern feuerten ihre Kinder kräftig an. Es herrschte Partylaune innerhalb der Teams. Bei sonnigen, herbstlichen 30°C war die Stimmung ebenso angeheizt wie die BBQs am Rande der Spielflächen. Zum Lunch gab es frische, leckere Grillwürstchen. Auch wenn mein Sohn noch immer vom Sieg seiner Schwertfische überzeugt ist, muss ich verraten, dass in gelb die Haie gewonnen haben.
Hier ging es weder um Sieger noch Verlierer, denn nur der Spaß stand im Vordergrund sowie ein fröhliches Einläuten der bevorstehenden Osterferien. Das war allen Beteiligten wahrlich gelungen.
Kathrin D.
Nimbin
Nimbin ist ein 350 Frau/Mann starkes Örtchen, dass mehr oder weniger von Hügeln und Bergen umzingelt ist, einige davon ehemals vulkanisch. Aufgrund dieser vulkanischen Aktivität, hat sich der Boden als sehr sehr fruchtbar herausgestellt. Nimbin ist aber kein Farmort, nein, in Nimbin setzt man (buchstäblich) auf Cannabis
Im Jahre 1973 hat sich nämlich das berühmte "Aquarius Festival" in Nimbin zugetragen, bei dem vor allem Studenten und Verfechter und Vertreter alternativer Lifestiles zusammenfanden.
Einige von ihnen beschlossen, Kommunen zu bilden und aktiv ihre Wertvorstellungen und Lebensideale zu verfolgen und zu zelebrieren. Weed ist ein substanzieller Bestandteil davon.
Und obwohl im Rest New South Wales' der Besitz, Anbau und Verkauf von Cannabis illegal ist, so gibt es in Nimbin etwas, dass man gar nicht mehr als Toleranz, sondern eher Ignoranz bezeichnen kann. Auf offener Straße werden sowohl Cannabis, Cookies, als auch Mushrooms verkauft bzw. konsumiert. Wie gut, dass die Konsumenten und Dealer so abschreckende Beispiele darstellen...
Astrid R.

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